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(27.03.2020 / sbr)

Anordnungen für Copyshop-Schließungen dürfen nicht auf Druck-Betriebe, Digitaldruck- und Scan-Dienstleister angewendet werden

Seit dem 23. März kontrollieren Polizei und Ordnungsämter in Deutschland verstärkt nicht nur Selbstbedienungs-Copyshops, sondern auch Produktionsdruck-Betriebe in innerstädtischen Lagen ohne Laufkundschaft. Hilferufe zahlreicher Unternehmer, die dem Wirtschaftsverband Kopie & Medientechnik e.V. (motio-Netzwerk) angehören, erreichen in diesen Tagen die motio-Verbandsgeschäftstelle. Geschäftsführer Achim Carius  in Frankfurt am Main und sein Kollege vom Bundesverband Druck & Medien, Hauptgeschäftsführer Dr. Paul Deimel in Berlin, haben daher kurzfristig einen gemeinsamen Leitfaden erarbeitet, der die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale beider Betriebs-Typen von gewerblichem Druck-Geschäft beschreibt.

Ziel beider Verbandsmanager ist es, die Druck-Produktionsbetriebe, die kein Ladengeschäft mit Laufkundschaft aufweisen und keine Selbstbedienungs-Printer im Einsatz haben, vor einer irrtümlichen Schließung zu bewahren. Für Polizisten erschließt sich auf den ersten Blick nicht immer sofort die Differenzierung von Druck-Dienstleistern.

“Als erste Behörde hat das hessische Wirtschaftsministerium den Kriterienkatalog seinen Corona-Hotline-Mitarbeitern zur Auslegung der Schließungsverordnung zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Landes- wie Bundespolitiker sind über diese Hilfestellung der beiden Branchenverbände sehr dankbar”, so Achim Carius. Seit gestern sind die Mitgliedsbetriebe beider bundesweiten Verbände mit dem neuen Leitfaden ausgestattet. Die Druck-Dienstleister sind jetzt für Kontrollbesuche der Polizei bestens gewappnet. Der Leitfaden kann hier abgerufen werden: https://www.motio-media.de/images/banners/banner_startseite/Abgrenzung_Copyshops_zu_Druckbetrieben_Coronavirus.pdf.