Der deutsche Mittelstand sendet im Juli ein positives Signal: Der DATEV Mittelstandsindex Umsatz steigt saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent. Das Plus ist allerdings teilweise ein Effekt des schwachen Vorjahresmonats. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich ein Plus von 0,7 Prozent. Getragen wird der Anstieg vor allem von mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden. Sie verzeichnen ein Umsatzplus von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kleine Unternehmen liegen mit 1,2 Prozent leicht im Plus. Kleinstunternehmen bleiben dagegen weiter unter Druck: Ihre Umsätze sinken um 2,9 Prozent.
„Auch wenn der Umsatzanstieg im Juni erfreulich ist, sollte er vor dem Hintergrund eines schwachen Vorjahresmonats nicht überbewertet werden. Insbesondere die Kleinstunternehmen bleiben rückläufig und die Lohnkosten steigen weiter deutlich. Der Mittelstand stabilisiert sich punktuell, ist aber von einer breiten Erholung noch weit entfernt“, sagt DATEV-CEO Prof. Dr. Robert Mayr.
Der Blick auf die Branchenumsätze zeigt unter anderem: Das Baugewerbe liegt mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Handel (-2,7 Prozent), Gastgewerbe (-2,2) und Verarbeitendes Gewerbe (-2,0) liegen deutlich darunter.
Gleichzeitig steigen die Lohnkosten weiter spürbar - über alle Unternehmensgrößen, Branchen und Bundesländer hinweg. Im Vorjahresvergleich beträgt das Wachstum saison- und kalenderbereinigt 6,3 Prozent. Besonders stark fällt der Anstieg mit 7,8 Prozent im Baugewerbe aus.
Die Beschäftigung zeigt insgesamt kaum Bewegung. Auffällig ist die gegenläufige Entwicklung nach Unternehmensgrößen: Während mittlere Unternehmen das stärkste Umsatzplus verzeichnen, reduzieren sie ihre Beschäftigung leicht um 0,6 Prozent. Kleinstunternehmen bleiben beim Umsatz im Minus, bauen aber Beschäftigung auf (0,7 Prozent).