Eines der ersten gemeinsamen Projekte war die Restrukturierung des Distributionsmanagements in der Region.
Luca Boni, Head of Business Development bei hubergroup in Mailand, Italien, und Burak Sezerel, Sales und Marketing Director bei hubergroup in Istanbul, Türkei, arbeiten eng zusammen – trotz der großen geografischen Distanz. Ihre persönlichen Begegnungen beschränken sich auf wenige echte, physische Treffen im Jahr, doch ihre starke Chemie und gemeinsame Vision treiben den Erfolg ihrer Zusammenarbeit voran. Gemeinsam überwinden sie kulturelle Unterschiede und nationale Grenzen, um ihre geschäftlichen Ziele zu erreichen.
Eines der ersten gemeinsamen Projekte war die Restrukturierung des Distributionsmanagements in der Region.
Luca Boni ist seit 2009 Teil der hubergroup. Der gebürtige Mailänder startete seine Laufbahn im Customer Service der Offset-Division und wechselte anschließend in den Außendienst, wo er bald die Verantwortung für den italienischen Markt übernahm. 2015 erweiterte er sein Portfolio um Griechenland, 2021 folgte die Türkei. Seit Juli 2024 leitet er als Head of Business Development Europe die Vertriebsunterstützung, um neue Geschäftsfelder zu erschließen und bestehende Kundenbeziehungen zu stärken.
Burak Sezerel verantwortet als Sales und Marketing Director der hubergroup Türkei sowohl den Bereich Print Solutions als auch Chemicals. Seine Zusammenarbeit mit Luca spielt dabei eine zentrale Rolle. Burak kam 2020, kurz vor der Corona-Pandemie, zur hubergroup. Davor blickte er auf mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Verpackungsindustrie zurück. Während ihm die Welt der Farben und Chemikalien vertraut war, bedeutete die Leitung eines Teams für Marketing und Vertrieb dieser Produkte eine neue Herausforderung. Schnell etablierte er sich als Sales and Marketing Manager für Offset und betreut heute zusätzlich den Bereich Chemicals sowie die strategische Zusammenarbeit mit Luca in der Türkei.
„Wir teilen dieselbe Denkweise, wenn es um Geschäft, Kunden und Zahlen geht“, erklärt Burak. „Wir sind beide datenorientiert und ziehen an einem Strang. Letztlich sind wir Geschäftsmänner, die sich auf Ergebnisse konzentrieren.“ Luca ergänzt: „Weniger Emotion, mehr Fakten.“ Beide nicken zustimmend.
Die Türkei, Buraks Heimatmarkt, zählt zu den zentralen Wachstumsmärkten für Verpackungen mit einem jährlichen Plus von etwa sechs Prozent. Das Potenzial für Chemikalien, vor allem in der Region rund um den Bosporus, ist sogar noch größer. „Hier stehen wir noch ganz am Anfang“, erklärt Burak. Er und Luca tauschen regelmäßig Erfahrungen und Strategien zu diesen Themen aus.
Eines ihrer ersten gemeinsamen Projekte war die Restrukturierung des Distributionsmanagements in der Region. Ziel war es, die Effizienz zu steigern, ohne Umsatz oder Profitabilität zu gefährden. „Wir haben in Italien begonnen“, erklärt Luca. „Dort entwickelten wir eine klare Strategie, die wir schrittweise auch in der Türkei und in Griechenland umsetzten.“ Das Ergebnis: optimierte Logistikprozesse und klare Vorteile im Account- und Kreditmanagement.
Auch die Herausforderungen der Corona-Pandemie meisterten sie im Team. „Es gibt sicherlich kulturelle Unterschiede zwischen den Regionen“, sagt Burak. „Aber Länder wie die Türkei, Griechenland, Portugal, Spanien oder Italien teilen einen ähnlichen mediterranen Geist.“
Angesichts steigender Rohstoffpreise und Transportkosten intensivierten sie ihren Austausch. Persönliche Gespräche mit Kunden spielten dabei eine zentrale Rolle: „Gerade bei schwierigen Themen ist es essenziell, den direkten Dialog zu suchen und Veränderungen transparent zu erklären“, so Burak.
Von lokalen Märkten zur globalen Perspektive
„Viele große Unternehmen machen den Fehler, ihren Kunden einfach eine E-Mail zu schicken und zu sagen: ‚Hey, wir haben höhere Kosten, die wir an euch weitergeben müssen‘“, erklärt Burak. „In meinem Markt würde das die Kunden wahrscheinlich vergraulen. Gerade bei kritischen Themen ist es wichtig, präsent zu sein, die Kunden persönlich bei Tee oder Kaffee zu treffen und ein direktes Gespräch zu führen.“
Auch bei Preisverhandlungen gibt es große Unterschiede zwischen Ländern wie der Türkei, Italien, Deutschland und Skandinavien. „Meiner Erfahrung nach gehen die Griechen zum Beispiel jeden einzelnen Punkt im Detail durch, so wie wir es in Italien tun“, erklärt Luca. „Das kann für jemanden aus anderen Regionen ziemlich ungewohnt sein.“ Beide sind sich einig, dass persönliche Gespräche in solchen Situationen entscheidend sind. Tatsächlich ist es manchmal unerlässlich, dass der Chef eingreift und persönlich die Ehre erweist. „Das hat im Mittelmeerraum viel Gewicht“, fügt Burak hinzu.
Zudem sind viele Kunden in Südeuropa in mehreren Ländern tätig, beispielsweise in der Türkei und Griechenland oder sogar in Deutschland und der Türkei. „Durch unsere enge und regelmäßige Kommunikation können wir Erkenntnisse aus einzelnen Märkten standortübergreifend nutzen“, betont Luca. Es kommt nicht selten vor, dass Kunden die Region wechseln und in einem anderen Umfeld erneut mit uns in Kontakt treten. „Wir kennen die wichtigsten Akteure oft schon seit vielen Jahren“, fügt er hinzu.
Für Luca und Burak hat die Pandemie auch Positives bewirkt: „Die Art, wie wir kommunizieren, hat sich verändert“, erklärt Luca. „Digitale Kanäle ermöglichen uns heute einen schnellen und effizienten Austausch über Grenzen hinweg.“ Burak fügt hinzu: „Unser Arbeitsalltag ist dadurch flexibler geworden, birgt aber auch neue Herausforderungen.“
Auch abseits der Arbeit finden Luca und Burak viele Gemeinsamkeiten. Beide sind Väter und tauschen sich über ähnliche Erfahrungen aus. „Wir geben uns gegenseitig hilfreiche Tipps“, sagt Burak augenzwinkernd. Luca ergänzt: „Das Persönliche ist uns wichtig – und wir stellen immer wieder fest, wie ähnlich unsere Herausforderungen sind.“
Abschließend betont Luca: „Ich kann nur dazu ermutigen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Multinationale Unternehmen wie hubergroup bieten großartige Möglichkeiten, sowohl beruflich als auch persönlich zu wachsen.“ Beide wünschen sich für die Zukunft eine noch intensivere Zusammenarbeit zwischen den Standorten und der Zentrale in Deutschland, um lokale Kundenbedürfnisse noch gezielter zu erfüllen und das Geschäft weiterzuentwickeln. „Das bleibt unser gemeinsames Ziel“, sind sich Luca und Burak einig.