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(28.02.2023 / sbr)

Intralogistik-Fachwissen auf drei B├╝hnen

Vortragsreihen mit ausgewiesenen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft, informative Ausstellervorträge sowie Live-Events in den Messehallen und auf dem Außengelände prägen das Rahmenprogramm der LogiMAT 2023. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln erörtern die Informationsveranstaltungen die aktuellen Themen, die die Intralogistik bewegen, und unterstreichen erneut den Stellenwert der LogiMAT als internationale Informations- und Kommunikationsplattform der Branche.

Wertschöpfung durch intelligente Nutzung der aktuellen Trends und Technologien: Unter dieser Devise lassen sich die Veranstaltungen zur Informationsvermittlung über die aktuellen Themen der Intralogistik im Rahmenprogramm der LogiMAT 2023 zusammenfassen. Mit 15 hochkarätig besetzten Vortragsreihen zu aktuellen Themen der Intralogistik, zahlreichen informativen Ausstellervorträgen auf zwei Forenflächen, Live-Events zur Ladungssicherung und dem Tracking & Tracing Theatre (T&TT) des AIM-D und weiteren Live-Demonstrationen im Außengelände ist es dem Messeveranstalter Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH, München, erneut gelungen, „für die LogiMAT 2023 ein Rahmenprogramm auf Kongressniveau zu organisieren“, so Messeleiter Michael Ruchty. „An allen drei Messetagen wird den Fachbesuchern ein einzigartiges Vortragsprogramm geboten.“

Die LogiMAT-Fachforen werden an zentraler Stelle im Atrium in der LogiMAT Arena abgehalten. „Die zentrale Präsentation dort in ‚Hörsaal-Atmosphäre‘ kam bei der Premiere im vergangenen Jahr so gut an, dass wir das vielfache Lob aufgenommen haben und die Vorträge erneut im Atrium stattfinden lassen“, erklärt Messeleiter Ruchty. „Alle Vortragsreihen werden dort selbstverständlich mit Simultanübersetzung in englischer Sprache angeboten.“ Das Themenspektrum der gebotenen Informationsveranstaltungen reflektiert die aktuellen Konzepte, Technologien und Herausforderungen für effiziente Intralogistik. Dabei liegen die zentralen inhaltlichen Schwerpunkte insbesondere auf den Themen Nachhaltigkeit, Robotik, Vernetzung sowie Digitalisierung und Automatisierung.

Gleich am ersten Messetag erörtern Experten aus Wirtschaft und Logistik unter der Moderation von Sandra Lehmann, Redakteurin der Zeitschrift Logistik Heute, wie Industrieunternehmen, Händler und Logistikdienstleister nachhaltige Verpackungen im Sinne von umweltfreundlich und wiederverwertbar als strategischen Vorteil nutzen können (13.00 Uhr). Daran anschließend proklamieren Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner, Ordinarius am Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml), Technische Universität München (TUM), und seine Gesprächspartner unter dem Titel „Logistik als Wegbereiter der Circular Economy“ (14.00 Uhr) den Paradigmenwechsel für eine nachhaltige Zukunft. Sie zeigen Wege auf, wie der Transformationsprozess weg von Single Use und kurzen Produktlebenszyklen zugunsten von zirkulären Geschäftsmodellen und geschlossenen Produkt-, Material- und Stoffkreisläufen gelingen kann.

KI für kooperative Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen

Mit der digitalen Transformation, sowie den Chancen und Risiken von Automatisierungslösungen setzen sich an den drei Messetagen insgesamt fünf Fachforen auseinander. Den Auftakt bildet am ersten Messetag (11.00 Uhr) ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Michael ten Hompel, Geschäftsführender Institutsleiter Fraunhofer IML, Ordinarius des FLW, Technische Universität Dortmund, zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI) in der Intralogistik“. Er wird unter anderem vermitteln, wie KI unterschiedlichste Bereiche der Intralogistik unterstützt und die kooperative Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen fördert. Ebenfalls am 25. April (15.00 Uhr) erläutern die Podiumsgäste unter der Moderation von Oliver Scheel, Business Development Manager, EMVA – European Machine Vision Association, wie weitreichend industrielle Bildverarbeitung zur digitalen Transformation beiträgt. Dabei werden unter anderem die spannendsten Vision-Tech-Anwendungen für Identifizierung, Nachverfolgung und Robotik vorgestellt.

Am 26. April diskutiert Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Schmidt, VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL) und Inhaber der Professur für Technische Logistik an der TU Dresden, mit einer Expertenrunde im Fachforum „Logistikprojekte mit dynamischen Zielen ohne Personal“ (14.00 Uhr) die Chancen und Grenzen neuer Automatisierungstrends. Zwei weitere Fachforen befassen sich am 27. April mit dem Thema Digitalisierung. Unter dem Titel „5G – Fundament der industriellen Digitalisierung“ (10.00 Uhr) geben Stefan Wimmer, Geschäftsführender Gesellschafter Bayerische Funknetz GmbH (BAYFU), und seine Gesprächspartner einen Überblick darüber, wie 5G-Technologie helfen kann, die Herausforderungen des digitalen Wandels zu meistern. Um 14.00 Uhr veranschaulichen Michael Lickefett, Leiter der Abteilung Fabrikplanung und Produktionsmanagement am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, und seine Gäste, wie Daten mit Hilfe der „digitalen Wertstrommethode“ effizient erfasst, analysiert und verarbeitet werden und Performance und Nachhaltigkeit kontinuierlich im Blick behalten werden.

Optionen für Flexibilität und Handlungsfähigkeit

Das komplexe Themenspektrum rund um Robotik und Flexibilität sowie den optimalen Umgang mit Trends in der Intralogistik behandeln am zweiten und dritten Messetag insgesamt fünf Vortragsreihen. Vor dem Hintergrund, dass Produktindividualisierung und kürzere Produktionszyklen für Hersteller den Druck erhöhen, ihre Produktionssysteme anzupassen, moderiert Prof. Dr.-Ing. Robert Schulz, Leiter des Instituts für Fördertechnik und Logistik (IFT) Universität Stuttgart, unter dem Titel „Flexibilität um jeden Preis?“ (26. April, 10.00 Uhr) ein Fachforum zur Fragestellung, wie weit sich die Investition in hochflexible Logistiksysteme lohnt. Im Mittelpunkt stehen dabei Optionen für Flexibilität und Handlungsfähigkeit der Systeme. Ebenfalls am zweiten Messetag vermitteln Dr.-Ing. Günter Ullrich, Geschäftsführender Gesellschafter Forum-FTS GmbH, Leiter VDI Fachausschuss FTS, und ein hochkarätig besetzter Kreis von Branchenvertretern unter dem Titel „Quo Vadis, mobile Robotik?“ (13.00 Uhr) Zukunftsimpulse aus dem VDI Fachausschuss FTS. Ein Schwerpunkt dabei, der mit drei konkreten Neuentwicklungen veranschaulicht wird: das Wachstumspotential mobiler Robotik im Außenbereich. Als weiteres Fachforum in diesem Bereich thematisieren Jan Kaulfuhs-Berger, Chefredakteur der Zeitschrift Technische Logistik, und fachkundige Diskutanten unter dem Titel „Parallelwelten in der Logistik“ (27. April, 11.00 Uhr) die mobile Robotik im Lager sowie in Transport und Straßenverkehr.

Unter der Leitung von Matthias Pieringer, Chefredakteur der Zeitschrift Logistik Heute, kommt es außerdem am 26. April (15.00 Uhr) zum „LogiMAT-Gipfeltreffen“. Führende Köpfe aus Unternehmen und Wissenschaft diskutieren angesichts Energiekrisen, kriegerischen Konflikten, Materialengpässen und Pandemiefolgen, welche Chancen und Risiken sich aus der aktuellen Lage für die Intralogistik ergeben. Die entsprechenden Trends stehen zudem im Mittelpunkt eines separaten Fachforums. Unter dem Titel „Intralogistik-Trends – Sprungbrett oder Sackgasse?“ (27. April, 15.00 Uhr) moderiert Dr. Jörg Pirron, Vorstandsvorsitzender Intralogistik-Netzwerk in Baden-Württemberg e. V. und Geschäftsführer Protema Unternehmensberatung GmbH, eine Gesprächsrunde, die mit Blick auf nachhaltige Trends und Innovationen die Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit technischer und organisatorischer Lösungen erörtert.

Die Zukunft von Krisen- und Supply Chain Management

Auf die Prozesse über die Unternehmensgrenzen der Intralogistik hinaus blicken Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Henke, Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, und seine Podiumsgäste im Fachforum „Supply Chain Resilienz. Vom Krisen- zum Zukunftsmanagement“. Denn neben Nachhaltigkeit und Flexibilität ist durch die Pandemie und weltweit beeinträchtigte Lieferketten das Thema Resilienz verstärkt in den Mittelpunkt des Supply Chain Managements gerückt. In der Podiumsdiskussion am 26. April (11.00 Uhr) werden die Zukunft des Supply Chain Managements und Strukturen eines effizienten Krisenmanagements aufgezeigt. Mit AutoID-Technologien als Enabling Technologies für die Gestaltung und Optimierung der digitalen Supply Chain befasst sich zudem ein Fachforum am 27. April (13.00 Uhr). Unter der Leitung von Peter Altes, Geschäftsführer AIM-D e. V., und Thorsten Aha, Chefredakteur der Zeitschrift ident, ident Verlag & Service GmbH wird der Beitrag von AutoID für die Digitale Transformation und eine effiziente Steuerung und Optimierung von Unternehmensprozessen thematisiert. Last but not least rückt das Fachforum „Run for Talents – mit Weiterbildung gewinnen?“ (25. April, 16.00 Uhr) Abhilfe für den Fachkräftemangel in den Fokus. Unter der Moderation von Prof. Dr.-Ing. Robert Schulz, Leiter des Instituts für Fördertechnik und Logistik (IFT) Universität Stuttgart, werden Weiterbildungsmöglichkeiten und interdisziplinäre berufsbegleitende Formate als Lösungsansatz für eine langfristige Bindung engagierter Nachwuchskräfte vorgestellt.

Eine weitere Neuerung im Rahmenprogramm bildet die Positionierung der beiden Vortragsflächen „Forum Innovationen“. Auf der Nordachse des Messegeländes in Halle 5 („Forum Nord/North“) und gegenüber auf der Südachse in Halle 6 („Forum Süd/South“) präsentieren an allen drei Tagen Aussteller Produkte und Lösungen. So werden unter anderem Energieeffizienz, Künstliche Intelligenz (KI) und CO2-Senkung fokussiert sowie Optionen zur Automatisierung und Digitalisierung vorgestellt. Zudem stehen Effizienzsteigerungen in robotergestützten Case-Picking sowie Ausblicke auf die Entwicklungen im Gabelstapler-Segment, aktuelle Problemlösungen und die Darstellung künftiger AMR für Order Fulfillment auf der Agenda.

Neben Fachforen und Ausstellervorträgen runden wieder praxisnahe Live-Events das Rahmenprogramm der LogiMAT 2023 ab. Dazu zählt zum einen die Vorführung Ladungssicherung (Halle 9, Stand 9A71) und das ganztätig veranstaltete Live-Event Tracking & Tracing Theatre (Halle 2, Stand 2C09). Die Expertenteams zeigen Optionen zur Optimierung und Digitalisierung logistischer Prozesse auf und geben praktische Ratschläge zur Lösung täglicher Herausforderungen. Des Weiteren erfolgen im Outdoorbereich zwischen den Hallen 8 und 10 Fahrzeugdemonstrationen mit Lkw, Stapler und Lagertechnikgeräten, bei denen die Fachbesucher Fahrzeug- und Geräteneuheiten auch selbst testen können. „In Summe ein Informationsprogramm, das kein anderes Format in dieser Breite und Tiefe bietet“, resümiert Messeleiter Ruchty. „Damit unterstreicht die LogiMAT 2023 erneut ihren Stellenwert als international führende Informations- und Kommunikationsplattform der Branche.“