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(19.03.2026 / sbr)

Moderate Zuwächse, aber kein Indiz für Aufschwung

Eine leichte Aufhellung der Umsatzentwicklung im Mittelstand, die jedoch ohne klare konjunkturelle Dynamik bleibt – so lassen sich die aktuellen Daten des DATEV Mittelstandsindex zusammenfassen. Der saison- und kalenderbereinigte Umsatzindex steigt gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt das Plus mit 0,4 Prozent allerdings geringer aus. Insgesamt entwickelt sich der nominale Umsatz damit leicht positiv, ohne jedoch deutlich an Tempo zu gewinnen.

Zudem erreicht die Erholung nicht alle Größenklassen im Mittelstand. „Die Umsatzgewinne im Februar fallen insgesamt verhalten aus; viele Kleinstunternehmen profitieren kaum. Im Kontext der neuen Unsicherheiten bei Energiepreisen und geopolitischen Entwicklungen bleibt es entscheidend, den Mittelstand jetzt gezielt zu stärken“, stellt Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG, fest.

Nach Unternehmensgrößen aufgeschlüsselt zeigt sich innerhalb des Mittelstands eine deutliche Divergenz. Kleine Unternehmen verzeichnen im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich einen Umsatzanstieg von 2,7 Prozent und entwickeln sich damit am dynamischsten. Mittlere Unternehmen legen um 1,9 Prozent zu. Demgegenüber gehen die Umsätze bei Kleinstunternehmen um 6,0 Prozent zurück. Damit prägt diese Unternehmensgruppe die insgesamt verhaltene Umsatzentwicklung im Mittelstand maßgeblich.

In der Branchenbetrachtung sieht sich das Baugewerbe mit einem Minus von 7,8 Prozent im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich mit dem stärksten Umsatzrückgang konfrontiert. Im Handel gehen die Umsätze um 4,9 Prozent zurück, während das Gastgewerbe mit -1,7 Prozent vergleichsweise moderat rückläufig ist.

Lohnsteigerungen erhöhen Kostendruck

Den sich in Summe leicht positiv entwickelnden Umsätzen steht nach wie vor ein Anstieg bei Löhnen und Gehältern entgegen. Der saison- und kalenderbereinigte Lohnindex legt gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich dabei ein kräftiger Zuwachs von 5,4 Prozent. Die Lohnentwicklung bleibt damit klar expansiv und erhöht den Kostendruck für viele Unternehmen. Überdurchschnittlich wachsen die Löhne im Gastgewerbe mit 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die Beschäftigung entwickelt sich dagegen verhalten. Der saison- und kalenderbereinigte Beschäftigungsindex zeigt insgesamt einen leichten Rückgang um 0,3 Prozent. Lediglich die Kleinstunternehmen erfahren hier im Vorjahresvergleich einen leichten Anstieg von 0,7 Prozent. Bei kleinen Unternehmen sinkt die Beschäftigung um 0,3 Prozent, bei mittleren Unternehmen um 0,7 Prozent.