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(30.09.2026 / sbr)

Pharma: Heidelberg und Pfenning-Gruppe bündeln Verpackung und Logistik aus einer Hand

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) und die Pfenning-Gruppe haben eine Kooperation für integrierte Lösungen im Bereich der pharmazeutischen Verpackungsproduktion geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Produktion, Verpackung und Logistik zu einem durchgängigen End-to-End-Prozess zu verbinden und in diesem System neue Potenziale für Effizienz, Transparenz und Compliance in regulierten Lieferketten zu erschließen. Die Kooperation knüpft unmittelbar an die auf der interpack 2026 vorgestellte Strategie von Heidelberg an, sich als End-to-End-Systemintegrator für die gesamte Wertschöpfungskette der Verpackungsproduktion zu positionieren. Der Fokus liegt dabei auf Prozessen, die dem Druckprozess vor- und nachgelagert sind.

„Verpackungen sind ein wichtiger Wachstumsmarkt für Heidelberg. Wir erweitern als Systemintegrator systematisch unsere Lösungen auf den gesamten Herstellungsprozess in der Verpackungsproduktion. Mit der Pfenning-Gruppe gewinnen wir einen kompetenten Partner, um diesen End-to-End-Ansatz auch auf die hohen Anforderungen der Pharmabranche zu erweitern“, sagt Jürgen Otto, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. „Die Kooperation ist damit ein weiterer Baustein in unserer Strategie, gemeinsam mit starken Partnern ein komplettes Ökosystem für die Produktion und Logistik aufzubauen und sich als Systemintegrator der Branche zu etablieren.“

Auch für die Pfenning-Gruppe eröffnet die Zusammenarbeit neue Möglichkeiten: „Die Kooperation mit Heidelberg stärkt unsere Fähigkeit, unseren bestehenden Kunden in der Pharmaindustrie integrierte Verpackungs- und Logistikkonzepte anzubieten. Durch die enge Verzahnung von Verpackung, Datenmanagement und Logistik schaffen wir mehr Transparenz, Compliance und operative Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, sagt Rana Matthias Nag, Sprecher der Geschäftsführung der Pfenning-Gruppe.

Anforderungen an Logistik im Bereich der Pharmaverpackungen steigen

Die pharmazeutische Industrie steht vor steigenden Anforderungen hinsichtlich Rückverfolgbarkeit, Dokumentation, Serialisierung und regulatorischer Konformität. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an flexible und wirtschaftliche Verpackungs- und Logistikprozesse. Vor diesem Hintergrund bündeln beide Unternehmen ihre Kompetenzen, um integrierte und skalierbare Konzepte für die Pharmaverpackung zu entwickeln.

Während Heidelberg sein umfassendes Know-how in den Bereichen industrieller Drucktechnologien, Workflow-Integration, Automatisierung und qualitätsorientierte Produktionsprozesse einbringt, ergänzt die Pfenning-Gruppe die Partnerschaft mit umfassender Expertise in den Bereichen Pharmaverpackung, Serialisierung, Aggregation, Track-and-Trace sowie GDP- und GMP-konforme Logistikprozesse.

Ganzheitlicher Ansatz entlang der pharmazeutischen Wertschöpfungskette

Im Fokus der Zusammenarbeit stehen integrierte Konzepte für pharmazeutische Verpackungsprozesse, die Druck, Verpackung und datengetriebene Logistiklösungen miteinander verbinden. Ein zentrales Element der Partnerschaft ist dabei die digitale Integration der beteiligten Systeme. Durch die Verknüpfung von Workflow-, Druck- und Verpackungstechnologien mit Serialisierungs- und Logistiksystemen sollen durchgängige Informationsflüsse geschaffen werden. Diese ermöglichen eine höhere Transparenz, verbesserte Prozesskontrolle und eine lückenlose Dokumentation entlang der gesamten Supply Chain.

Heidelberg baut Rolle als Systemintegrator in der Verpackungsproduktion weiter aus

Die Kooperation unterstreicht die strategische Ausrichtung von Heidelberg, die End-to-End Systemintegration in der Verpackungsindustrie über den eigentlichen Druckprozess hinaus auszubauen. Bereits auf der interpack 2026 hatte das Unternehmen angekündigt, sein Lösungsangebot zusammen mit Partnern auf den gesamten Herstellungsprozess auszudehnen, von der Substratauswahl über den Druck und die Weiterverarbeitung bis hin zu Logistik und digitaler Integration. Dazu hatte das Unternehmen bereits erste Partnerschaften beispielsweise mit Pack-Smart und Metsä Board bekanntgegeben. Die Zusammenarbeit mit der Pfenning-Gruppe erweitert diesen Ansatz gezielt um nachgelagerte pharmazeutische Verpackungs- und Logistikprozesse.